Die Vorgeschichte:
Es war vor nunmehr fast 9 Jahren, ich hatte "führerscheinlos" bereits ein reifes Alter von 38 Jahren erreicht. 2x hatte ich mich schon bei einer Fahrschule angemeldet, Geld gezahlt, nicht fertiggemacht. Kaum kam es zum praktischen Teil, der Fahrstunde, hatte ich die Nacht davor schon Albträume und kurz vor der Stunde panikartige Schweißausbrüche. Die Präsenz des Fahrlehrers half da auch nix. Ich habe auch eine klassische Gesprächstheraphie gemacht, weil ich wissen wollte, warum ich mir ausgerechnet das Autofahren nicht zutraue, obwohl ich mich sonst als sehr neugierigen und lernwilligen Menschen bezeichnen würde. Ich habe dann dort halt einige Stunden mit einem netten Therapeuten gesprochen, aber hatte noch immer Angst vorm Autofahren...  Irgendwann habe ich es dann wieder aufgegeben, das "Ding mit dem Führerschein", mir eingeredet, ich brauche in der Stadt eh kein Auto, ich kann mir eh kein Auto leisten, etc. (also alles Ausflüchte, die man sich halt so ausdenkt, um irgendwas nicht machen zu müssen..).  Meine Freunde haben mich mit "Vernunftsargumenten" a la: "beim Autofahren ist doch nix dabei+ das haben schon dümmere als du geschafft" bombadiert. Half auch nix... Ich konnte mir nicht erklären, warum ich diese für mich so unerklärliche Angst  vorm Autofahren hatte, denn ich hatte nie einen Unfall oder ein sonstiges traumatisches Erlebnis im Auto gehabt - so glaubte ich.... 
 
Die Motiviation:
Dann hat es sich ergeben, dass ich von Wien "aufs Land gezogen" bin. Auf einmal habe ich gemerkt, wie verloren und abhängig  man da ohne Auto ist - und der Wunsch nach selbstbestimmter Mobilität kam wieder. Wie des "der Zufall" so will habe ich in einem Bezirksblatt eine Anzeige über EFT gelesen und dass man damit Ängst aller Art besiegen kann. Ich konnte damit nicht wirklich was anfangen, bin eigentlich ein sehr kritischer Mensch und glaube nicht alles. Damals war ich aber auch ein sehr verzweifelter Mensch und so dachte ich, "was hast du zu verlieren". Probiere es doch einfach aus.
 
Das Aha-Erlebnis:
Bereits nach der 3. Einheit hatte ich während der Behandlung die Erklärung dafür, warum ich Angst vorm Autofahren hatte, gefunden. Mein Unterbewußtsein hat mir während der Behandlung Bilder geschickt.  Ich sah mich als kleines Kind auf dem Rücksitz des väterlichen Autos sitzen. Mein Vater war ein sehr agressiver Autofahrer, der alle anderen Verkehrsteilnehmer immer gleich auf das wüsteste beschimpfte. In seinen Augen konnte niemand außer ihm Autofahren, die Fußgänger standen ihm sowieso "nur im Weg rum", Kurz: er wurde während des Autofahrens mit dem Schimpfen nicht fertig. Riskante Überholmanöver und "zweikampfartige Szenen" spielten sich fast immer ab, wenn Vater am Steuer saß... Was habe ich, als kleines Kind am Rücksitz sitzend, also gelernt und dann aber tief im Unterbewußtsein vergraben? Autofahren ist gefährlich, habe ich gelernt.  Daher also kam die für mich unerklärliche Angst...
 
Die Lösung:
Es brauchte bei mir ingesamt nur 5 Einheiten, ich habe mit positiven EFT-Affirmationen die Angst aufgelöst und mich dann gleich in einer neuen Fahrschule angemeldet. Nicht lange danach bin ich mit meinem Fahrlehrer schon über die Autobahn gedüst. Ein tolles Gefühl...Die Prüfung habe ich beim ersten Mal geschafft. Heute sitze ich ganz selbstverständlich am Steuer habe durch den Führerschein auch eine neue berufliche Perspektive im Außendienst gefunden. Und manchesmal, wenn andere Verkehrsteilnehmer mich nerven, schimpfe ich auch - so wie ich es seinerzeit von Vater gelernt habe 
 
Fazit: es braucht nur einen Leidensdruck, die Motivation etwas ändern zu wollen. EFT liefert das perfekte Werkzeug dazu. Und es geht erstaunlich schnell, wenn man bedenkt, wie viele Jahre  ich mich mit der Angst herumgeschlagen hatte.
Ich kann die Methode allen empfehlen, die Ängste haben,  darunter leiden und etwas unternehmen möchten.  
Silvia